FSME

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Infektion des Gehirns. Auslöser ist das FSME-Virus, das bei einem Zeckenstich auf den Menschen übertragen wird. Vor allem in FSME-Risikogebieten ist eine Durchseuchung der Zecken mit dem Virus feststellbar. Die Erkrankung kann tödlich enden.

Das Virus wird direkt beim Einstich übertragen, weshalb auch eine schnelle Zeckenentfernung die Infektion nicht verhindern kann. Einziger Schutz vor der Erkrankung ist eine vorbeugende Impfung, die allen Bewohnern von Risikogebieten oder Reisenden in Risikogebieten offiziell empfohlen wird.

Die Krankenkassen tragen die Impfkosten. Eine Übersichtskarte der FSME-Risikogebiete in Deutschland gibt es auf https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2017/Ausgaben/17_17.pdf?__blob=publicationFile

 

Verbreitungskarte FSME

Auf Seite 159 des Epidemiologischen Bulletin (Robert-Koch-Institut, Stand April 2017) sind die im jeweiligen Landkreis aufgetretenen FSME-Fälle im Zeitraum von 2012-2016 zahlenmäßig aufgeführt, so dass jeder sein persönliches Risiko in seinem Landkreis einschätzen kann. Die Landkreise mit der höchsten Inzidenz sind dunkel eingefärbt. Zugrunde liegt immer die höchste Inzidenz, die im Fünfjahresintervall 2012-2016 beobachtet wurde. Wurden also in einem Landkreis in diesem 5-Jahreszeitraum mehr als 5 FSME-Fälle (1 Fall pro Jahr bezogen auf 100.000 Einwohner) registriert, dann ist dies lt. Definition ein Hochrisikogebiet (dunkel eingefärbt, dies betrifft 48 Landkreise). Insgesamt sind 146 Landkreise eingefärbt, je nach Inzidenz.

Die Zahl der registrierten FSME-Erkrankungen lag in den Jahren 2001 bis 2016 zwischen 195 und 313 Fällen pro Jahr. Ausnahmen gab es in den Jahren 2005 (432 Fälle), 2006 (546 Fälle), 2011 (424 Fälle), 2013 (419 Fälle).

 

 

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Fotos | Snapshots

Zecke 1
(Quelle: Wikipedia)