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Wußten
Sie schon … ?
Zecken fallen nicht von Bäumen, wie häufig
behauptet wird!
Zumeist werden sie
bis Kniehöhe von Gräsern, Büschen, an Waldrändern abgestreift.
Die Zecke kann mehrere Stunden auf der Kleidung bleiben, bis sie an die
bevorzugten Körperstellen gelangt.
Helle und geschlossene Kleidung erleichtert das Erkennen von abgestreiften
Zecken.
Zecken sind auch in Gärten, Parkanlagen, d.h. auch in Wohngebieten
aktiv.
Sie sind von Zecke gestochen worden, obwohl
Sie sich nicht in der Natur aufgehalten haben!
Dies ist grundsätzlich
möglich, wenn Sie mit Haustieren (die Zecken befinden sich längere
Zeit auf dem Fell des Tieres) in Kontakt kommen.
Weshalb wird der Einstich nicht bemerkt?
Zecken sondern beim
Stich entzündungshemmende und analgetisch wirkende Substanzen ab. Dies
ist der Grund, weshalb der Einstich nicht bemerkt wird.
Besteht die Gefahr einer Ansteckung mit FSME
nur im Frühsommer?
FSME (Frühsommermeningoenzephalitis)
kommt nicht nur im Frühsommer vor, die Möglichkeit einer Übertragung
besteht vom Frühjahr bis in den späten Herbst.
FSME-Viren sitzen in den Speicheldrüsen, deshalb können diese
Erreger bereits zu Beginn des Saugaktes (Absonderung des Speichelsekrets)
übertragen werden.
Wie schnell findet die Infektion statt?
Borrelien befinden
sich zumeist im Mitteldarm, deshalb sollen nach neuesten Erkenntnissen festgesogene
Zecken so schnell wie möglich entfernt werden, da eine Infektionsgefahr
in den ersten 12 Stunden nach dem Zeckenstich nur gering ist. Beim Saugakt
nimmt die Zecke größere Mengen an Blutflüssigkeit auf. Die
Zecke maximiert die Aufnahme an nutritiv verwertbaren Substanzen dadurch,
dass wieder größere Mengen an Flüssigkeit (hauptsächlich
überschüssiges Wasser + Ionen) in den Wirt zurückgegeben
werden. Dadurch bewahrt die Zecke ihr inneres osmotisches Gleichgewicht.
Es ist nahe liegend, dass auf diese Weise die im Darm vorhandenen Bakterien
in den Wirt gelangen können und zwar um so mehr, je länger der
Saugakt dauert.
Eine Untersuchung an Wüstenmäusen belegt diese Theorie, unabhängig
von der Entfernungstechnik wurde eine steigende Infektionsrate mit zunehmender
Dauer des Saugaktes beobachtet.
Was ist die Lyme-Krankheit?
Die Borreliose wird
auch Lyme-Krankheit genannt, weil diese Infektionskrankheit erstmals in
den USA in der Stadt Lyme beobachtet wurde.
Kann man gleichzeitig an Borreliose und FSME
erkranken?
Im Grunde ja, wenn
man sich in Gegenden aufhält, wo FSME verbreitet ist.
Wie oft muss die Zecke Blut aufnehmen?
Die Zecke (Schildzecke)
muss nach dem Eistadium mindestens 3 Blutmahlzeiten aufnehmen, jeweils eine
als Larve, Nymphe und als erwachsene Zecke. Nach jeder Blutmahlzeit verlässt
die Zecke den Wirt, verdaut die Blutmahlzeit und entwickelt und häutet
sich zum nächsten Entwicklungsstadium (Larve zur Nymphe, Nymphe zur
adulten Zecke).
Vollgesogene erwachsene Weibchen verlassen den Wirt, legen bis zu 3000 Eier
ab und sterben dann.
Der Lebenszyklus von Schildzecken verläuft vielfach durch lange Perioden
ohne Nahrungsaufnahme, so verbringt der europäische "Gemeine Holzbock"
(Ixodes Ricinus), dessen gesamte Entwicklung 2-6 Jahre dauert, bis zu 99
% seines Lebens freilebend. Alle gesogenen und ungesogenen Entwicklungsstadien
sind grundsätzlich fähig zu überwintern.
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