Nachfolgend finden Sie eine Liste mit häufig gestellten Fragen, die wir Ihnen hier beantworten. Haben Sie selbst eine Frage an uns? Dann nutzen Sie das Formular am Ende der Seite und schreiben Sie uns, was Sie gerne wissen möchten.

Ich habe nach einem Zeckenstich hohes Fieber und Muskelschmerzen bekommen, was könnte das sein?

Zuerst: Bitte begeben Sie sich sofort in ärztliche Behandlung. Diese Symptome können durch von Zecken übertragene Krankheitsserreger hervorgerufen werden. In den meisten Fällen kann eine Erkrankung mit bleibenden Schäden durch eine Antiobiotikabehandlung verhindert werden. Achten Sie auf die sog. Wanderröte (Krankheitsauslöser sind Borrelien) aber auch auf andere Krankheitsserreger wie Rickettsien (Rickettsiose) und vor allem auch auf Ehrlichien (HGA-Humane granulozytäre Anaplasmose), die Ihre Beschwerden verursachen könnten. Bei der Ehrlichiose sind folgende Leitsymptome vorhanden: Fieber, Myalgien (Muskelschmerzen), Rigor (Muskelsteifheit), oder auch eine Thrombopenie (starke Reduzierung der Thrombozyten) und Leukozytopenie (Verminderung der Leukozyten), dies kann Ihr Arzt leicht im Blutbild feststellen. Die durch die verminderten Thrombozyten verursachte schlechte Butgerinnung kann starke Blutungen zur Folge haben (Nasenbluten, Einblutungen in die Haut, Blutungen in den inneren Organen, usw.).

Fazit: Bei etwaigen Beschwerden nach einem Zeckenstich unbedingt einen Arzt konsultieren!

Soll ich eine Zecke auf Erreger untersuchen lassen?

Es gibt einige Schnelltests zur Untersuchung von Zecken auf erregerhaltiges Material, auch könnte die Zecke in ein Labor geschickt werden.

Wie das Robert-Koch-Institut mitteilt, wird eine Untersuchung von Zecken auf Infektionserreger wie Borrelien oder FSME-Viren nicht als sinnvoll angesehen, da auch ein positiver Nachweis von Borrelien bzw. FSME-Viren in der Zecke  keine Schlüsse zulässt, dass es zu einer Infektion der betroffenen Person gekommen ist. Demzufolge können auch keine weiteren Behandlungsempfehlungen erfolgen. Auch sind die Nachweisempfindlichkeiten der Tests unterschiedlich, so dass bei einem negativen Untersuchungsergebnis nicht ausgeschlossen werden kann, dass es dennoch zu einer Infektion mit Borrelien oder FSME-Viren oder auch anderen Erregern gekommen ist.

Wenn die Zecke bereits 1-2 Tage festgesogen war, ist davon auszugehen, dass Sie infiziert wurden, wenn in der Zecke Erreger gefunden worden wäre. Bei langer Saugdauer (länger als 12 Stunde) ist unserer nach eine Laboruntersuchung der Zecke auf Borrelien durchaus sinnvoll. Auf jeden Fall empfehlen wir, eine Azithromycin Creme auf die Stichstelle aufzutragen. Wir führen aktuell eine Studie mit einem Labor in Burgwedel durch (Zecklab, Dr. Gabriele Liebisch). 

Ich werde demnächst gegen Corona geimpft. Kann ich mich gleichzeitig gegen FSME impfen lassen?

Wir empfehlen, zwischen den beiden Impfungen 2-3 Wochen Abstand einzuhalten. Eine FSME-Auffrischimpfung kann problemlos später erfolgen. Bei einer FSME-Erstimpfung, die eilig ist (z.B. wegen einem anstehenden Aufenthalt in FSME Risikogebieten), sollten Sie die Doppelimpfung mit dem Arzt besprechen. FSME-Hochrisikogebiete bei www.zeckenzange.eu


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